Hallo, ich bin Daniela! Ich nehme Euch heute einen Tag an die lila.school mit.

Mein Start in den Tag

Morgens komme ich gegen 8 in die Schule. Bei uns gibt es keine Glocke, die mir sagt, dass ich zu spät bin. Das ist viel weniger stressig, als ich es von meiner alten Schule gewohnt war. Es sind schon einige meiner Freun­dinnen und Freunde da und wir haben genug Zeit, uns die wich­tigsten Neu­ig­keiten zu erzählen. So wie jeden Tag gibt es auch eine Medi­ta­ti­ons­runde. Ich bin da fast immer dabei, aber heute hab ich keine Lust drauf.

Um halb neun starte ich meinen Tag mit einem Gespräch mit meinem Mentor beim gemein­samen Früh­stück. Wir reden darüber, wie es mir per­sönlich geht und wie ich bei meinen aktu­ellen Pro­jekten wei­ter­komme, was ich schon alles erledigt habe und welche nächsten Schritte für mich anstehen.

Span­nende Pro­jekte am Vormittag

Danach beginnt das Offene Lernen. Dort gestalten wir Schüler*innen selbst Pro­jekte jeg­licher Art. Du kannst Dich einem bestehenden Projekt anschließen oder ein eigenes ent­wi­ckeln. Wenn Du mal keinen Plan hast, was Du machen magst, haben unsere Lernbegleiter*innen immer gute Ideen. Und wenn auch das nicht hilft, kannst Du Dir extra Zeit nehmen, um Dich in Ruhe zu ori­en­tieren. Diese Form des Lernens war für mich sehr neu, da ich es gewohnt war, in Fächern unter­richtet zu werden. Klar kommt es immer wieder auch zu Aus­ein­an­der­set­zungen in den Pro­jekt­gruppen, zu Strei­tig­keiten, was denn gerade wich­tiger fürs Projekt ist, aber gemeinsam finden wir immer eine Lösung. Wenn wir aber im Team schon gut ein­ge­spielt sind, läuft oft alles rei­bungslos, weil jede*r ihre/​seine Rolle kennt und weiß, was sie/​er zu tun hat, und am Ende eine groß­artige Sache herauskommt.

Wir haben mit unseren Pro­jekten schon so einige span­nende Dinge ent­deckt, die ich sonst wahr­scheinlich nie ken­nen­ge­lernt hätte. In unserem letzten Projekt haben wir ein rich­tiges Hochbeet gebaut und einiges darin ange­pflanzt. Hat super geklappt! Davor war ich in einer Gruppe, die ver­sucht hat, einen LEGO-Roboter zu pro­gram­mieren. Dabei ist was ganz anderes raus­ge­kommen als von uns geplant, aber wir hatten ziemlich viel Spaß dabei und ich habe eine Menge übers Pro­gram­mieren gelernt.

Nach dem Offenen Lernen hole ich mir einen Snack aus unserer Küche. Heute waren Samuel und Alex­andra mit der Vor­be­reitung der Jause dran. Sie haben einiges an Obst und Gemüse auf­ge­schnitten, Brot und Auf­striche gibt’s auch.

Danach besprechen wir als Pro­jekt­gruppe die End­prä­sen­tation für Freitag im großen Plenum. Wir haben weitere Pro­dukte für unseren selbst erstellten Onlineshop der Schule her­ge­stellt. Die Prä­sen­tation wird für mich mega­auf­regend, denn ich mag es eigentlich nicht, vor Men­schen frei zu sprechen. Lieber würde ich nur Markus reden lassen, der sich gerne in den Mit­tel­punkt stellt – aber mein Mentor sagt (und das ist mir auch selbst bewusst), wenn ich mich nicht selbst fordere, werde ich es nie lernen. Meine Gruppe bestärkt mich wieder einmal und ermutigt mich, einen kleinen Teil des Sketches zu über­nehmen. Puuuhh … zum Glück habe ich mich für die Input­stunde „Eng­lische Gram­matik – Ver­gan­gen­heits­formen“ ein­ge­tragen. Da komme ich jetzt schnell auf andere Gedanken.

Zeit für eine gemeinsame Pause

Beim gemein­samen Mit­tag­essen mit allen Lernbegleiter*innen und Schüler*innen der Schule wird es eher lauter. Wir reden über aktuelle Nach­richten und Pro­jekte oder so wie heute einfach über Natalies neuen Hund. Das Essen wird auch von uns selbst gekocht oder ab und zu auch einfach mal bestellt.

Nach dem Mit­tag­essen bin ich meistens faul und ver­ziehe mich in die Chill­outecke, um mit Freun­dinnen und Freunden zu reden, Spiele aus­zu­pro­bieren, Musik zu hören und manchmal sogar ein Mit­tags­schläfchen zu machen.

Tolle Angebote am Nachmittag

Nach­mittags bis abends werden eine Menge unter­schied­liche Kurse ange­boten, wie Töpfern, Trommeln, Sprachen, Sport und Theater. Heute habe ich mich für keinen Kurs ein­ge­tragen und gehe direkt in meine Selbst­lernzeit. Ich nutze die Zeit, um mich noch mit den neuen Themen aus der Eng­lisch­stunde und der Vor­be­reitung der Prä­sen­tation zu beschäftigen.

Um halb fünf gehe ich aus der Schule. Auf dem Heimweg freue ich mich auf morgen, denn da habe ich mich für die Exkursion ins Haus des Meeres ein­ge­tragen. Ich hoffe, Kathi geht auch mit!

Hier fühle ich mich wohl!

Ich mag an unserer Schule besonders die ent­spannte Stimmung zwi­schen uns allen. Klar gibt es auch einiges, was wir als Schüler*innen machen müssen, schließlich gibt es auch bei uns einen Lehrplan. Aber Du kannst mit unseren Lernbegleiter*innen ganz ent­spannt reden und hast nicht ständig das Gefühl, dass sie Dich zu etwas zwingen wollen. Ich fühle mich hier super auf­ge­hoben und als Mensch ange­nommen. So habe ich mir das immer gewünscht.